Kinderkarate

KarateSchuleFrankenthal

Kinderkarate in unserem Dôjô 

 

 

Hintergrund:

Von den Kindern werden in einer schnelllebigen Gesellschaft vielfältige Aufgaben gleichzeitig verlangt, die diese auch bei optimalen sozialen Bedingungen oft überfordern können.

Zusätzlich sind Kinder in einem besonderen Maß Gefahren ausgesetzt die sie selbst noch gar nicht erkennen oder mit denen sie nicht umgehen können.

Beispiele sind gewalttätige und/oder sexuelle Übergriffe, Mobbing, (auch verstärkt durch die Möglichkeiten des Internet) sonstige physische und psychische Aggressionen und vieles mehr unter denen Kinder u. U. ein Leben lang leiden.

Die aktuellen Kriminalstatistiken lassen zwar erkennen, dass es ein - oft subjektiv empfundenes -  „Mehr“ an Straftaten nicht gibt, aber einzelne Deliktsarten z. B. Körperverletzungsdelikte in der Jugendkriminalität, erreichen immer schneller eine andere Qualität in Bezug auf die ausgeübte Gewalt wie in früheren Jahren.

Den Kindern in unseren Kursen wollen wir die Möglichkeit eröffnen sich selbst zu behaupten und sich gegen mögliche Übergriffe angemessen zu wehren.

 

 

Kindertraining:

In unserem Dôjô versuchen wir Werte und Inhalte des traditionellen Karate neben gewaltpräventiven Inhalten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung zu vermitteln.

Das traditionelle Karate steht hierbei unter Anderem für das Vermitteln von Werten wie z. B. Selbstbewusstsein, Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme / Teamgeist und Disziplin sowie eine Fülle von Techniken für eine praxisbezogene Anwendung.

Die Kinder werden zweimal in der Woche von erfahrenen Trainern in Kata (Formen in denen die grundsätzlichen Anwendungen verschlüsselt sind), Kihon (Basis - / Grundtechniktraining) sowie Kumite (Kampf - / Selbstverteidigungstraining) unterrichtet.

Neben diesen Trainingsformen ist es notwendig, den Kindern möglichst rasch (und altersgerecht) Szenarien zu vermitteln, die sie in die Lage versetzen ein Gespür für Gefährdungssituationen im Alltag zu entwickeln.

Diese Inhalte müssen gleichzeitig effektiv und einfach sein, damit die Kinder diese Handlungsmuster unter Stress abrufen können.

 

 

Selbstbehauptungskurse / Selbstverteidigungskurse:

Neben dem Kindertraining in unserer Schule bieten wir seit Jahren Selbstverteidigungskurse für Kinder bei Bildungsträgern (siehe: Linkliste unter „VHS , „Aktuelles“, und  „Trainer“) und in unserem Dôjô an.

Diese Kurse bieten in qualifizierter Form kindgerechte Einblicke in Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.

Hier stehen die oben genannten praxisorientierten Trainingsformen im Vordergrund die von unterschiedlichen Kampfkünsten  profitieren.

Die Trainingsformen werden von den Trainern ständig aktualisiert und an die Möglichkeiten der Kinder angepasst.

 

 

Wettkämpfe:

Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfkunstschulen besuchen wir mit den Kindern keine Wettkampfveranstaltungen weil wir denken, dass eine Wettkampfsituation (hier geht es um Pokale oder Urkunden die durch optimale Regeln oder Startpositionen erreicht werden)

nicht automatisch gleichzusetzen ist mit einer realen Gefahrensituation.

 

Kyu – Prüfungen im Kinderkarate („Gürtelprüfungen“):

 

· Die Prüfungen finden zweimal im Jahr statt.

· Sie sind freiwillig aber nicht öffentlich.

· Die Trainer schlagen aufgrund der im Training gezeigten Leistungen des Kindes eine Kyu – Prüfung vor.

· Die Prüfungsordnung in unserem Dôjô sieht sechs Schülergrade bis zum ersten Lehrergrad vor.

             Die theoretischen und praktischen Kenntnisse des jeweiligen Prüfungsprogramms sowie einwandfreies Verhalten in und außerhalb des Dôjôs werden vorausgesetzt.

             Zwischen den einzelnen Prüfungen sind sogenannte Wartezeiten vorgegeben. In dieser Zeit sollen die Kenntnisse gefestigt werden. In dieser Zeit kann keine weitere Prüfung abgelegt werden.

 

Kyu – Prüfungen sind Höhepunkte eines jeden Karateka und sollten deshalb durch entsprechende Vorbereitung auch eine angemessene Wertschätzung erfahren.

Es macht daher – gerade vor dem Hintergrund veränderter motorischer Fähigkeiten vieler Kinder – wenig Sinn durch eine „Verwässerung“ der geforderten Prüfungsinhalte den Kindern einen anderen Leistungsstand vor zu spiegeln als es den Tatsachen entspricht.

Es ist daher erforderlich, dass die Kinder regelmäßig und mit einer gewissen Disziplin am Training teilnehmen, da die Trainingsinhalte durchaus anspruchsvoll sind.

 

 

 

 

 

Für das Dan – Team der Karateschule:

Bernd Israng